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Was wirklich zählt: Frieden gestalten in unsicheren Zeiten

13.05.2026

Liebe Interessierte an der Traumaarbeit,

in einer Zeit, in der Kriege, Aufrüstung und Unsicherheit den öffentlichen Diskurs prägen, stellt sich die Frage nach Frieden neu: als politische Herausforderung, aber auch als persönliche Haltung. Zwischen dem Bedürfnis nach Sicherheit und der Suche nach gewaltfreien Lösungen wächst die Spannung und damit auch die Notwendigkeit, sich bewusst zu positionieren.

In diesem Newsletter schauen wir auf aktuelle Entwicklungen in der Friedensdebatte, beleuchten einen traumasensiblen Gottesdienst zwischen Wegsehen und Hinschauen, berichten von der Begegnung mit Angehörigen des Parents Circle – Families Forum und geben Einblicke in unser Stabilisierungsprogramm für Menschen mit Fluchterfahrung, darunter ein neues therapeutisches Angebot für Männer.

Inhalt

„Was wirklich zählt“ – Auf der Suche nach Frieden in unsicheren Zeiten

Siehst du mich? Ein Gottesdienst für alle, die trotz Gewalterfahrungen nach Gott fragen

„Unsere Tränen haben dieselbe Farbe“: Dialog mit dem Parents Circle – Families Forum

Stärkung, Gemeinschaft und neue Perspektiven: Stabilisierungstage für geflüchtete Familien

Wings of Hope in der Presse

Aktuelle Veranstaltungen

Aktuelle Seminare und Weiterbildungen

Zwei Personen malen bunte Friedensbotschaften mit Kreide auf einen Weg.

„Was wirklich zählt“ – Auf der Suche nach Frieden in unsicheren Zeiten

Ich stehe an einer Bushaltestelle und lese auf einem Werbeplakat: „Mach, was wirklich zählt“. Auf dem Foto steht ein Soldat in Uniform. Im täglichen Leben ist die Werbung für die Bundeswehr sehr präsent – in Bussen, auf Videowänden an der U-Bahn, auf Straßenbahnen.

Kaum ein Thema treibt viele Menschen gerade so sehr um wie die Frage des Friedens. Frieden war für uns in Deutschland fast schon selbstverständlich geworden. Auf einmal ist sie wieder da, die Angst vor dem Krieg.

Ist militärische Verteidigung nun wieder das, was zählt? Müsste dieser Slogan nicht eher über Werbung für Pflegeberufe oder Friedensfachkräfte stehen? Sicherheit ist das große Thema, doch bei mir löst diese Art des Umgangs mit dem Thema eher Unsicherheit und Angst aus.

Eine Welt im Konflikt

Die Zeit ist geprägt von Kriegen, und das Völkerrecht scheint außer Kraft gesetzt. Auch der Global Peace Index 2025, der die Entwicklung von Frieden und Sicherheit weltweit untersucht, bestätigt dies. Hier werden 59 staatlich geführte Konflikte weltweit gelistet. Die meisten davon sind uns wahrscheinlich gar nicht bewusst und spielen in unserer Wahrnehmung keine Rolle.

Die Militarisierung nimmt ebenfalls weltweit zu, auch bei uns. Während Gelder für Demokratiebildung, Integration und Friedensarbeit bei uns und in anderen Ländern immer weiter gestrichen werden, steigen die Ausgaben für das Militär sprunghaft an. Studien wie der Global Peace Index 2025 zeigen: Militärische Aufrüstung allein schafft keinen Frieden, sondern oft neue Spannungen.

Ist deshalb nicht gerade die Stärkung ziviler Strukturen der Weg zu einem nachhaltigeren Frieden? Und gefährden nicht gerade die Kürzungen in den Bereichen Soziales und Friedensarbeit den Frieden und die Sicherheit in unserem Land und in vielen anderen Regionen der Erde?

Die Friedensdenkschrift der EKD

„Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) weiß sich in besonderer Weise dem Frieden verpflichtet“, so schreibt Bischöfin Fehrs im Vorwort der aktuellen Friedensdenkschrift der EKD mit dem Titel: „Welt in Unordnung – Gerechter Friede im Blick“.

Auf 147 Seiten werden in der Denkschrift viele wichtige Themen diskutiert. „Am Primat der Gewaltfreiheit werden sich alle individuellen, gesellschaftlichen und politischen Entscheidungen messen müssen“, heißt es dort. Gleichzeitig wird der Sicherheitsaspekt betont, der besagt, dass Sicherheit dann eben doch den Einsatz von Gewalt legitimiert.

Bei der Veröffentlichung im November 2025 stieß diese Denkschrift auf ein sehr geteiltes Echo. Viele Friedensorganisationen kritisierten, dass die Denkschrift der „Logik der Zeitenwende folge und dem Schutz vor Gewalt Vorrang einräume vor dem Primat der Gewaltfreiheit“ (Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft Dienst für den Frieden vom November 2025). Zivile Friedensarbeit kommt in der Denkschrift der EKD nur am Rande vor und Pazifismus wird lediglich als Ausdruck „gelebter Frömmigkeit“ wertgeschätzt.

Frieden aktiv gestalten

Fabian Scheidler schreibt in seinem Buch „Friedenstüchtig – wie wir aufhören können, unsere Feinde selbst zu schaffen“: „Der Schlüssel zum Frieden liegt in der Achtung der Sicherheitsinteressen aller Akteure.“

In unserer vernetzten Welt gibt es nur eine gemeinsame Sicherheit. Um Frieden zu schaffen, muss ich mich in den anderen hineinversetzen, die Perspektive wechseln können und nach Wegen suchen, die ein Leben für alle ermöglichen. Das, was wir in unserer Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen einüben, scheint von Politiker:innen nicht mehr gefordert zu sein.

Die Friedensdenkschrift versucht, eine breite Diskussion anzustoßen. Viele wichtige Aspekte sind in ihr bedacht. Die gegenwärtige Zeit fordert uns heraus, uns bewusst zu werden: Was ist Frieden überhaupt? Ist Frieden Sicherheit oder gehört nicht viel mehr dazu?

Wir sollten über Frieden nicht nur reden, sondern ihn aktiv gestalten. Wir können die aktuellen Diskussionen als Einladung verstehen, Frieden zum Thema zu machen. Frieden ist nicht selbstverständlich und es ist wichtig, sich im persönlichen Umfeld, in Gemeinden und Initiativen sowie in unseren Arbeitskontexten mit der Frage auseinanderzusetzen: Was bedeutet Frieden für uns und wie können wir ihn leben?

Martina Bock, Geschäftsführung und Projektmanagement Ausland

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Zwei religiöse Holzfiguren stehen einander zugewandt und halten sich an den Händen.

Siehst du mich? Ein Gottesdienst für alle, die trotz Gewalterfahrungen nach Gott fragen

Unter dem Motto „Siehst du mich?“ gestalteten wir am 8. März 2026 zum dritten Mal in St. Jakob in Nürnberg einen traumasensiblen Gottesdienst, der von einem Team unterschiedlicher Frauen vorbereitet wurde.

„Zur Salzsäule erstarren“ – dieses Bild ist in unseren allgemeinen Sprachschatz eingegangen. Es beruht auf der biblischen Geschichte einer namenlosen Frau, die den Untergang ihrer Heimatstadt miterlebt. Sie, ihr Mann Lot und ihre Töchter sollen gerettet werden und die Stadt verlassen, ohne sich umzuschauen. Doch Lots Frau dreht sich noch einmal um und wird damit zur einzigen Augenzeugin der Gewalt und Zerstörung. In diesem Moment erstarrt sie zur Salzsäule.

Zwischen Wegsehen und Erstarrung

Im Gottesdienst haben wir versucht, uns in sie hineinzuversetzen und ihr eine Stimme zu verleihen: „Ich sollte nicht sehen, was passiert. Vielleicht um mich zu schützen, aber meistens schützt das Wegschauen doch die, die die Gewalt ausüben. Gewalt passiert oft im Verborgenen“, sagt sie.

Erstarrung ist eine Traumareaktion. Auch heute erleben Menschen dieses Erstarren angesichts von Gewalt – persönlich oder durch die Konfrontation mit Gewalt in Bildern und Medien. Vor diesem Hintergrund suchten wir im Gottesdienst nach Antworten auf die Frage: „Siehst du mich?“ Wir näherten uns ihr in drei Schritten: Hinschauen, Aufschauen und Gesehenwerden. 

Hinschauen, Aufschauen, Gesehenwerden

Wo schauen wir hin und wo schauen wir weg? Dies ist sehr unterschiedlich. Ein Mitglied des Teams sagte im Gottesdienst: „Und weil ich mich so hilflos fühle, fange ich an, wegzusehen. Ich merke, wie ich mich abwende, wie ich versuche, das alles gar nicht an mich heranzulassen, nur um den Tag zu überstehen und weiter zu funktionieren.“

Beim Aufschauen geht es um die Erfahrung, den Blick zu heben und sich selbst im Gegenüber und im Raum wahrzunehmen. Das erlebten wir auch ganz praktisch anhand einer Körperübung. Beim Gesehenwerden ging es um die Frage nach einem heilsamen, zugewandten Blick Gottes, den wir in Beispielen aus der Kunst und der Architektur suchten.

Der Gottesdienst wurde musikalisch wunderbar begleitet und eröffnete Raum für Klage und Hoffnung. Bei einer Tasse Tee und in vielen Gesprächen klang das Erlebte bei den Besucher:innen noch nach.

Dieser Gottesdienst war Teil einer Reihe traumasensibler Gottesdienste, die wir gemeinsam mit Kirchengemeinden und anderen Partnern gestalten. Sie bieten nicht nur spirituelle Unterstützung, sondern auch Raum, sich mit schwierigen Erfahrungen auseinanderzusetzen und heilsame Perspektiven zu entwickeln.

Martina Bock, Geschäftsführung und Projektmanagement Ausland

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"Eine Gruppe von Menschen sitzt von hinten betrachtet in einem Raum. Vorne sitzen drei Referent:innen.

„Unsere Tränen haben dieselbe Farbe“: Dialog mit dem Parents Circle – Families Forum

Am 9. Mai 2026 fand im Haus der Hochschul- und Studierendengemeinden in München eine besondere Begegnung mit Vertreterinnen des Parents Circle – Families Forum (PCFF) statt. Rund 80 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil, die von Thomas Prieto Peral moderiert wurde.

Im Mittelpunkt standen die persönlichen Geschichten von Laila al-Sheikh und Michal Halev, die beide im israelisch-palästinensischen Konflikt ein Kind verloren haben. In einem eindrucksvollen Gespräch berichteten sie von ihrem Weg durch Trauer und Verlust sowie von ihrer bewussten Entscheidung gegen Rache und für Dialog und Verständigung.

Begegnung im gemeinsamen Schmerz

Laila al-Sheikh sagte: „Unsere Tränen haben dieselbe Farbe.“ Als Palästinenserin habe sie Israelis lange nur als Soldaten erlebt. Umso bedeutender sei für sie die Begegnung mit Michal gewesen. Besonders berührt habe sie der Moment, als eine israelische Frau zu ihr sagte: „Ich bin auch eine Frau. Ich kann deinen Schmerz verstehen.“ Ihre Botschaft war klar: „Gott hat uns geschaffen, um zu lieben, nicht um uns gegenseitig zu töten.“

Auch Michal Halev teilte ihre Geschichte mit großer Offenheit. Mit bewegenden Worten schilderte sie den Verlust ihres Sohnes und ihre Entscheidung, den Schmerz nicht in Hass zu verwandeln: „Als ich hörte, dass sie seinen Namen auf eine Rakete geschrieben hatten, eine Rakete, die dazu bestimmt war, das Kind einer anderen Mutter zu töten, sagte ich im Namen meines Sohnes und in meinem eigenen: Wir wollen keine Rache.“

Immer wieder herrschte gespannte Stille im Saal. Tief bewegend war auch Michals Satz: „Gewalt prägt unser Land seit Generationen. Und sie funktioniert nicht. Deshalb werde ich mich weiter für Frieden einsetzen.“

Beide Referentinnen richteten außerdem einen eindringlichen Appell an Politik und Kirchen in Deutschland: Man müsse weiter über den Konflikt sprechen, Empathie und Mitgefühl stärken und Wege zum Frieden suchen, statt weiter auf Waffen zu setzen. Frieden beginne dort, wo Menschen einander zuhören und die Menschlichkeit des Gegenübers anerkennen.

Dialog, Appell und gemeinsamer Blick nach vorn

Die Veranstaltung war Teil einer Dialogreihe des Parents Circle Friends Deutschland e.V., die Gespräche und Begegnungen in mehreren süddeutschen Städten ermöglichte. Die Münchner Veranstaltung haben wir gemeinsam mit Parents Circle Friends Deutschland e.V., der Petra-Kelly-Stiftung, pax christi im Erzbistum München & Freising und dem Evangelischen Migrationszentrum München organisiert.

Der Parents Circle – Families Forum wurde 1995 gegründet und vereint über 800 israelische und palästinensische Familien, die Angehörige im Konflikt verloren haben. Die Begegnung in München machte eindrücklich deutlich, dass echter Dialog dort beginnt, wo Menschen bereit sind, einander zuzuhören und die Perspektive des anderen anzuerkennen.

Zum Abschluss beschrieben Laila und Michal, wie einsam und sprachlos sie sich nach dem Verlust ihrer Kinder lange gefühlt hatten. Als trauernde Mütter hätten sie das Gefühl gehabt, mit ihrem Schmerz völlig allein zu sein. Heute mit Menschen zusammenzusitzen, die ihnen zuhören, sie begleiten und sich gemeinsam mit ihnen für Frieden einsetzen, bedeute ihnen unendlich viel. Dafür dankten sie den Anwesenden von Herzen.

Friederike Regel, Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit

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Mehrere Hände unterschiedlicher Hautfarben liegen übereinander im Kreis.

Stärkung, Gemeinschaft und neue Perspektiven: Stabilisierungstage für geflüchtete Familien

Sechs Tage lang zur Ruhe kommen, Kraft tanken und neue Perspektiven entwickeln: Vom 28. März bis zum 2. April fanden am Labenbachhof in Ruhpolding erneut die Stabilisierungs- und Ressourcentage für geflüchtete Frauen und Kinder statt. Im geschützten Rahmen nahmen die Frauen an Gesprächsgruppen und Workshops teil und erlernten neue Stressregulationstechniken, um mit den Folgen belastender Erfahrungen im Alltag besser umzugehen.

Das Kinderprogramm beinhaltete viel Bewegung und Abenteuer in der Natur sowie kreative Angebote und Workshops, die dabei helfen, eigene Gefühle im Alltag zu erkennen und zu verstehen, was helfen kann, wenn es einmal schwierig wird.

Stärkende Erfahrungen in Gemeinschaft

Dieses Angebot ist für die Frauen und ihre Kinder kostenfrei. Sie reisen aus ganz Bayern an und haben in diesen Tagen teilweise erstmalig im Leben die Möglichkeit für eine kurze Auszeit, zur Stärkung der eigenen Ressourcen und zur intensiven Vernetzung mit anderen Frauen und Kindern mit ähnlichen Erfahrungen.

„Ich habe früher gedacht, nur ich habe Probleme und alle anderen ein perfektes Leben. Jetzt sehe ich, dass alle ihr Päckchen zu tragen haben. Ich fühle mich nicht mehr allein. Ich habe so viele wunderbare Frauen kennengelernt! Ich fühle jetzt, dass ich Rückenstärkung habe. Ich bin heute glücklich. Ich habe viel gelernt, vor allem, eine positive Perspektive aufzubauen!“, so beschrieb eine Teilnehmerin ihre Erfahrung vor Ort.

Nachhaltige Wirkung und bewegende Erfahrungen

Am Ende der Maßnahme war unter den Frauen und Kindern eine tiefe Verbundenheit spürbar. Es entstand eine heilsame Gemeinschaft, verbunden mit großer Dankbarkeit für die gemeinsame Zeit und auch ein wenig Wehmut: Schmerz darüber, dass die gemeinsame Zeit vor Ort vorbei ist, und zugleich neuer Mut für die Zukunft und alles, was kommt.

Diese Erfahrung fasste eine Teilnehmerin am Abreisetag wie folgt zusammen: „Diese sechs Tage waren für mich ein Wendepunkt in meinem Leben. Es hat sich etwas verändert. Zum ersten Mal konnte ich innehalten, meinen inneren Kampf loslassen und wieder schlafen. Zum ersten Mal habe ich gespürt, wie es ist, wirklich zu atmen. Ich bin noch nicht vollständig geheilt. Ich habe immer noch schwierige Momente. Aber ich weiß jetzt: Mit dem, was ich hier gelernt habe, werde ich gesund werden. Jede Freundlichkeit hier war wie ein Samen in meinem Herzen. Und jetzt verstehe ich: Selbst der kleinste Samen kann wachsen und ein Leben verändern. Ich gehe nicht nur erholt nach Hause, sondern mit neuer Hoffnung. Diese Hoffnung gibt mir die Kraft, wieder aufzustehen und weiterzumachen.“

Ausblick: Neues Angebot für Männer im Herbst 2026

Dieses stabilisierende und ressourcenorientierte Programm bieten wir seit dem Frühjahr 2021 zweimal jährlich für Frauen und Kinder an. Insgesamt hat es bereits elfmal stattgefunden.

Ab Herbst 2026 möchten wir mit einer solchen Maßnahme auch gezielt Männer mit Fluchtgeschichte im Alter zwischen 25 und 65 Jahren unterstützen. Männer zeigen nach Traumata häufiger externalisierende Reaktionen wie Aggressionen, verminderte Impulskontrolle, Suchtverhalten (z. B. Alkohol) oder soziale Isolation. Diese Symptome werden oft nicht direkt als Traumafolgen erkannt. Viele Männer schämen sich außerdem, psychische Probleme einzugestehen, da dies dem Selbstbild von Stärke und Unabhängigkeit widerspricht. Sie suchen seltener Hilfe, was zu chronischen Verläufen führen kann.

Deshalb möchten wir in einem geschützten Rahmen, mit einem größtenteils männlichen Fachteam und unter Einbeziehung unterschiedlicher therapeutischer Methoden (Gespräche, Körperarbeit, Theater, Kunst u.v.m.) die Männer dabei unterstützen, ihre Symptome besser zu verstehen und einzuordnen sowie neue Stabilisierungstechniken für den Alltag zu erlernen, sich zu stärken, zur Ruhe zu kommen und neue Perspektiven und Hoffnung für die Zukunft zu entwickeln.

Die Stabilisierungstage für Männer mit Fluchtgeschichte finden vom 16. bis zum 20. November 2026 am Labenbachhof in Ruhpolding statt. Die Ausschreibung und das Anmeldeformular werden in der zweiten Maihälfte auf unserer Website veröffentlicht.

Lucija Lukić Holjan

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💛 Einkaufen und dabei Gutes tun 💛

Unterstützen Sie unsere Arbeit ganz einfach beim Online-Shopping – ohne Mehrkosten. Über das Portal Gooding erhalten wir für Ihre Einkäufe eine Prämie von durchschnittlich 5 % des Einkaufswerts von über 2.000 teilnehmenden Shops.

Gerade mit Blick auf die anstehende Urlaubszeit lohnt es sich besonders: Viele große Buchungsportale, Reiseanbieter und Fluggesellschaften sind bei Gooding vertreten.

Auf dem Foto sieht man vier Scrabble-Würfel. Auf den Würfeln stehen die Buchstaben des Wortes NEWS.

Wings of Hope in der Presse

In dieser Ausgabe gibt es keine aktuellen Presseberichte. Für Hintergrundgespräche zu unserer Arbeit in der Traumahilfe und Friedensförderung stehen wir Journalist:innen gern zur Verfügung. Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten finden Sie auf unserer Website.

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Bühnenmikrofon auf Ständer

Aktuelle Veranstaltungen

Kunst & Trauma – Ein kreativer Zugang

In diesem Workshop verbinden wir kunsttherapeutische Techniken mit Wissen aus der Traumapädagogik und -therapie. Es geht nicht um Therapie, sondern um eine informative und künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema Trauma.

Termin: 20. Mai 2026 I 18:00 – 20:30 Uhr I Evangelische Stadtakademie München I mehr Infos

Seminar: Dialogbotschafter:in werden

Seminar für Interessierte ab 16 Jahren. Demokratisches Miteinander lebt vom Dialog, auch mit Menschen, die anders denken als wir. Oft trauen wir uns das nicht und vermeiden Gespräche über strittige Themen und Kontakte mit Menschen anderer Meinung. Solche Gespräche erfordern Mut, Haltung und Sicherheit. Unter Anleitung von Mo Asumang, Dialogtrainerin und Filmemacherin, üben wir in diesem Seminar, wie auch bei unterschiedlichen Meinungen Zuhören, Nachfragen und echtes Interesse aneinander gelingen können..

Termin: 27. Juni 2026 I 10:00 – 18:00 Uhr I mehr Infos

Fest der Weltoffenheit im Münchner Westend 

Das Evangelische Migrationszentrum im Griechischen Haus lädt herzlich zum Fest der Weltoffenheit ein und wir sind ebenfalls mit dabei! Freut euch auf ein buntes Programm mit Mitmachständen, Informationen und einem Flohmarkt sowie auf Musik, Tanz, Kunst sowie Essen und Trinken. Kinder und Familien sind ausdrücklich willkommen.

Termin: 4. Juli 2026 I 14:00 – 22:00 Uhr I mehr Infos

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Seminarteilnehmende üben die Butterfly-Übung, Arme überkreuzt vor der Brust, konzentriert.

Aktuelle Seminare und Weiterbildungen

»Körper-Seele-Trauma« und Wege der Heilung – Internationales Refresher- und Fortgeschrittenenseminar

Fortgeschrittenenseminar für Traumapädagog:innen und -therapeut:innen aus Deutschland, Brasilien, Kurdistan-Irak, Palästina, der Ukraine und Zentralamerika. In diesem Aufbauseminar vertiefen Sie Ihr Wissen zu traumapädagogischen und -therapeutischen Methoden wie Stabilisierungstechniken, der Screentechnik nach dem KReST-Modell mit besonderer Betonung der Körperarbeit oder der Vier-Felder-Technik nach dem Sarajevo-Protokoll von Lutz Besser. Durch die Mischung aus Theorie- und praktischen Anwendungseinheiten verfestigen Sie Ihr Wissen. Durch den Austausch mit Fachleuten aus verschiedenen Konfliktregionen bekommen Sie Einblick in die weltweite Traumaarbeit.

Termin: 20.–24. Juli 2026 I Tagungszentrum Labenbachhof | mehr Infos

Fortbildungsreihe Trauma und Seelsorge

Fortbildungsreihe für geistliche Begleiter:innen und Menschen in seelsorgerlichen Berufen. Die seelsorgerliche Begleitung von Menschen mit schweren Belastungen kann unterstützt werden durch traumasensible und ressourcenorientierte Stabilisierungsarbeit. Gleichzeitig schöpft die Seelsorge aus den Heilsbildern des Glaubens und den biblischen Deutungen traumatischer Erfahrungen. Mit dieser dreiteiligen Fortbildungsreihe laden wir Sie ein, sich in den spannenden Dialog zwischen Psychotraumatologie und Theologie zu begeben. Wir veranstalten diese Fortbildung in Kooperation mit der Communität Christusbruderschaft Selbitz.

Modul 1: 29. Juni – 2. Juli 2026 | Modul 2: 28. September – 1. Oktober 2026 | Modul 3: 22. – 25. Februar 2027| Ort: Communität Christusbruderschaft in Selbitz | mehr Infos

Einführungsseminar Trauma

In diesem Einführungsseminar erhalten Sie grundlegende Kenntnisse in Psychotraumatologie, Neurobiologie und Stressforschung. Sie erfahren, was ein Trauma ist, was in der traumatischen Situation im Gehirn passiert und welche Auswirkungen traumatische Erfahrungen auf Gefühle, Gedanken, das Verhalten und den Körper haben und wie Sie traumasensibel mit Betroffenen umgehen können.

Termin: 9.–11. Oktober 2026 I Tagungszentrum Labenbachhof | mehr Infos

NEU: Fortbildungsreihe Traumasensible Seelsorge mit der Hephata Diakonie Hessen

Fortbildungsreihe für geistliche Begleiter:innen und Menschen in seelsorgerlichen Berufen. Die seelsorgerliche Begleitung von Menschen mit schweren Belastungen kann unterstützt werden durch traumasensible und ressourcenorientierte Stabilisierungsarbeit. Gleichzeitig schöpft die Seelsorge aus den Heilsbildern des Glaubens und den biblischen Deutungen traumatischer Erfahrungen. Mit dieser dreiteiligen Fortbildungsreihe laden wir Sie ein, sich in den spannenden Dialog zwischen Psychotraumatologie und Theologie zu begeben. Wir veranstalten diese Fortbildung in Kooperation mit der Hephata Diakonie in Hessen.

Modul 1: 26.–29. Oktober 2026 I Modul 2: 8.–11. März 2027 I Modul 3: 28. Juni – 1. Juli 2027| Tagungszentrum Labenbachhof | mehr Infos

Aufbauseminar Trauma und Seelsorge

In einer ausgewogenen Mischung aus Theorie und Praxis führen wir den spannenden Dialog zwischen Psychotraumatologie und Seelsorge fort. Sie vertiefen Ihr Wissen über die transgenerationelle Weitergabe von Traumata und deren Einfluss auf das Leben von Einzelnen und Gruppen über Generationen hinweg. Zudem werden wir ressourcenorientierte und stabilisierende Techniken der Traumaarbeit erarbeiten, die Ihnen in der seelsorgerlichen Begleitung von Menschen mit schweren Belastungen von Nutzen sein können.

Termin: 26.–29. Oktober 2026 I Tagungszentrum Labenbachhof | mehr Infos

Deeskalation und Selbstschutz in der sozialen Arbeit

Der Umgang mit impulsgestörten und mitunter äußerst aggressiven Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen ist eine Herausforderung in der sozialen Arbeit. In diesem Seminar geht es um ein bindungsorientiertes, traumapädagogisches Sich-Abgrenzen und Deeskalieren. Im gemeinsamen Üben werden wir die Angst vor körperlicher Nähe überwinden und unsere Hilflosigkeit hinter uns lassen.

Termin: 25. November 2026 I Haus eckstein in Nürnberg | mehr Infos

AUSBLICK 2027: »Unser Körper trägt mit« – Traumasensible Körperarbeit mit den flexiblen Power-Response-Leitlinien

3-teilige Fortbildungsreihe für Fachkräfte, die mit Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen arbeiten. Power-Response ist eine Methode der Körperarbeit, bei der ein zentrales Prinzip der Bewegung im Fokus steht: Aktion und Reaktion. In dieser Fortbildungsreihe lernen Sie, wie Sie durch traumasensible Körperarbeit Menschen dabei unterstützen können, traumabedingte Symptome zu bearbeiten. Durch Power-Response lernen Betroffene, Erstarrungen zu lösen und Flucht- oder Kampfreaktionen gezielt zu kanalisieren. Im Seminar beschäftigen wir uns mit leicht erlernbaren Körperübungen, legen viel Wert auf eigene Körpererfahrungen und erarbeiten praktische Tipps für Ihre tägliche Arbeit.

Modul 1: 26.–28. April 2027 I Modul 2: 16.–18. Juli 2027 I Modul 3: 25.–27. Oktober 2027| Tagungszentrum Labenbachhof | mehr Infos

Vor-Ort-Angebote: Wir kommen zu Ihnen!

Für interessierte Organisationen und Institutionen bieten wir bei Ihnen vor Ort Vorträge, Workshops und Seminare zu folgenden Themen an: Psychotraumatologie, traumapädagogisches Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen, Trauma und Seelsorge, Einführung in das Thema Bindung, Selbstfürsorge und Psychohygiene in der Traumaarbeit etc. | mehr Infos

Traumazentrierte Fallsupervision

Die pädagogische und therapeutische Arbeit mit Menschen, die traumatische Erfahrungen gemacht haben, erfordert eine selbstreflektierende und selbststärkende Herangehensweise. In unserer traumazentrierten Fallsupervision reflektieren wir gemeinsam in der Gruppe Ihre Fallbeispiele und analysieren die vorhandenen psychotraumatologischen Dynamiken. Gemeinsam besprechen wir, welche Methoden in der weiteren Begleitung angezeigt wären.

Nächster Termin: 24. September 2026 in Nürnberg und auf Anfrage | mehr Infos

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Collage mit Frau, die ein Kind umarmt, Rosen, Frauen im Gespräch, Gruppe auf Denkmal zugehend und Teamfoto der Stiftung Wings of Hope.

Vielen Dank, dass Sie unsere Friedens- und Traumaarbeit unterstützen!

Maid Alić, Martina Bock, Julia Borchardt, Lucija Lukić Holjan, Regina Miehling, Friederike Regel, Atran Youkhana

Trauma heilen, Frieden stiften, Versöhnung leben.

Ein besonderer Dank geht an unsere Spenderinnen und Spender.
Ohne Sie wäre unsere Arbeit nicht möglich!
Stiftung Wings of Hope Deutschland, Bergmannstraße 46, 80339 München
Tel: 089 50808851 | info@wings-of-hope.de | www.wings-of-hope.de
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