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Was trägt: Klarheit und Haltung in schwierigen Zeiten

16.07.2026

Liebe Interessierte an der Traumaarbeit,

in herausfordernden Zeiten wächst die Sehnsucht nach Orientierung, Verbundenheit und Zuversicht. Gerade die Trauma- und Friedensarbeit lebt von Menschen, die zuhören, Verantwortung übernehmen und gemeinsam tragfähige Strukturen schaffen. Deshalb berichten wir in dieser Ausgabe von einem persönlichen Rückblick auf langjähriges Engagement, von der Bedeutung starker Netzwerke, von Dialog über unterschiedliche Sichtweisen hinweg und von der gemeinsamen Traumaarbeit mit unserer Partnerorganisation in Liberia.

Inhalt

„In einer dunkler werdenden Welt nehme ich vor meinem inneren Auge eine Landkarte mit Leuchtpunkten mit“

Unser Fachkräftenetzwerk: Kraft schöpfen für die Traumaarbeit

Seminar mit Mo Asumang: „Wir müssen mit anderen reden und keine Mauern aufbauen“

„Wir behandeln nicht nur Symptome, sondern stellen Hoffnung her“: Ein Seminar zur Traumaarbeit in Liberia

Wings of Hope in der Presse

Aktuelle Veranstaltungen

Aktuelle Seminare und Weiterbildungen

Hans-Martin Gloël spricht während eines Gottesdienstes zur Gemeinde; neben ihm steht ein Priester.

„In einer dunkler werdenden Welt nehme ich vor meinem inneren Auge eine Landkarte mit Leuchtpunkten mit“

Friedensarbeit bewegt sich immer im Spannungsfeld von praktischer Arbeit, institutioneller Verantwortung und politischen Realitäten. Da unser langjähriges Vorstandsmitglied Hans-Martin Gloël zum Ende des Sommers den Vorstand der Stiftung Wings of Hope verlässt und an die Evangelische Akademie Tutzing wechselt, haben wir ihn um eine persönliche Einordnung seiner Haltung in Konfliktkontexten sowie seiner Perspektive auf die Arbeit der Stiftung gebeten.

Was hat Dich in Deiner Zeit im Vorstand von Wings of Hope besonders bewegt oder geprägt?

Es bewegt mich zu sehen, für wie viele Menschen weltweit die Arbeit der Stiftung Wings of Hope heilsam ist. Es erinnert mich an Jesus, wie er dem blinden Bartimäus begegnet und fragt: „Was willst du, dass ich für dich tun soll?“ (Mk 10,51). Diese Begegnung öffnet dem Blinden die Augen. Die Arbeit von Wings of Hope verkörpert unser christliches Selbstverständnis, heilsam für andere da zu sein.

Du hast Dich über viele Jahre intensiv mit Fragen rund um Frieden, Flucht und insbesondere auch mit dem Kontext Palästina beschäftigt: Welche Bedeutung hat es für Dich, in solchen Konflikt- und Spannungsfeldern Haltung zu zeigen?

Haltung muss die Übereinstimmung mit den eigenen Prinzipien glaubwürdig deutlich werden lassen und kann nicht doppelten Standards unterliegen. Das verträgt sich oft nicht mit den politischen Prioritäten, die Staat, Kirche und große Organisationen setzen. Die wirklich wichtigen Fragen werden immer polarisieren – sonst werden sie in der Regel nicht ernsthaft behandelt.

Gerade in Nahostfragen geht es in der deutschen Debatte meines Erachtens meist mehr um die Erleichterung des eigenen Gewissens als um die Förderung einer regelbasierten Ordnung und gleicher Rechte für alle Betroffenen. Faktisch haben wir eine Schlussstrich-Situation: Staatsräson und bedingungsloser Rückhalt für Israel, Förderung von Erinnerungsprojekten zu deutschen Verbrechen und damit muss jetzt einmal gut sein. Zu allen weiteren Konsequenzen schweigen wir.

Hinter dieser Abgrenzung öffnet sich Raum für immer neue Traumata und grenzenloses Leid, das allenfalls schulterzuckend wahrgenommen wird. Eine verantwortungsvolle Haltung würde anders aussehen.

Wo siehst Du in diesem Zusammenhang die Rolle von Wings of Hope?

Die Stiftung Wings of Hope macht einen echten Unterschied für Betroffene. Sie steht auf der Seite der Opfer von Gewalt und in diesem Sinne muss ihre Arbeit einseitig positioniert sein: auf der Seite derer, die leiden, unabhängig von Religion, Ethnie oder Geschlecht. Es ist gut, wenn sich Wings of Hope nicht in politische Grabenkämpfe ziehen lässt, sondern – ganz im Sinne ihres Auftrags – helfend für alle offen ist.

Welche Entwicklungen oder Erfahrungen waren für Dich rückblickend besonders bedeutsam, vor allem auch im Kontext Deiner Perspektive als Vertreter der ELKB im Vorstand?

Die Stärkung der Rolle des Labenbachhofs für die Angebote der Stiftung und die erreichte wirtschaftliche Unabhängigkeit der Labenbachhof gGmbH sehe ich als zukunftsweisende Meilensteine. Hier haben die Geschäftsführungen und Teams der Stiftung und des Labenbachhofs Großes geleistet.

Was nimmst Du persönlich aus Deiner Zeit im Vorstand mit?

In einer dunkler werdenden Welt nehme ich vor meinem inneren Auge eine Landkarte mit Leuchtpunkten mit. Überall da, wo die Stiftung Wings of Hope helfende Netzwerke flechtet – im Nahen Osten, in der Ukraine, auf dem Balkan, in Deutschland, in Liberia, in Brasilien und in den mittelamerikanischen Partnerkirchen – überall da weiß ich um Netzwerke, die traumatisierten Menschen Begleitung und Hilfe geben und die einen echten Unterschied machen.

Und was wünschst Du Wings of Hope und dem Team für die kommenden Jahre?

Ich wünsche Euch weiterhin so viele Erfahrungen gesegneter Wirksamkeit!

Hans-Martin Gloël, Kirchenrat und scheidendes Vorstandsmitglied der Stiftung Wings of Hope

Bildnachweis: ELKB, Jens Wegener

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Mitglieder des Fachkräftenetzwerks und des Teams stehen auf einer Wiese vor einem Baum, springen in die Luft und lachen.

Unser Fachkräftenetzwerk: Kraft schöpfen für die Traumaarbeit 

Unter dem Motto „Begegnung, Vernetzung und Ressourcenaktivierung als Stärkung in herausfordernden Zeiten“ traf sich im Juni unser Fachkräftenetzwerk. Denn auch Fachkräfte in der Traumaarbeit und in der Begleitung belasteter Menschen brauchen Orte, an denen sie Kraft tanken, sich fachlich austauschen und sich gegenseitig unterstützen können. Dies wollten wir ganz praktisch umsetzen.

Begegnung und fachlicher Austausch

Am wunderbaren Labenbachhof, der in der Frühsommersonne besonders leuchtet und dessen Umgebung Ruhe und Schönheit ausstrahlt, hatten wir Zeit, uns zu begegnen und kennenzulernen. Immer wieder kommen kompetente Fachleute neu in unser Netzwerk. Sie ergänzen es mit ihren Erfahrungen und ihrem Know-how und unterstützen so unsere Arbeit.

Um die Vielfalt unserer Arbeit als kleine Organisation aufrechterhalten zu können, sind wir auf diese Zusammenarbeit angewiesen. Gleichzeitig soll das Netzwerk nicht nur in eine Richtung wirken. Im intensiven fachlichen Austausch wurden die Anliegen und Fragen aller Netzwerkmitglieder diskutiert und beleuchtet sowie Ideen zusammengetragen und weiterentwickelt. Dafür planen wir bei unseren Treffen immer ausreichend Zeit ein.

Eigene Ressourcen stärken

Dieses Mal stand die Stärkung unserer eigenen Ressourcen und Kräfte im Fokus. Dazu beschäftigten wir uns mit unserem Körper und übten mit der Methode „Tension and Trauma Releasing Exercises“ (TRE), um Spannungen zu lösen und Entspannung zu erleben.

In einer kreativen Einheit gestalteten wir Collagen zu der Frage: Woran möchtest du dich am 20. Juni 2027 erinnern? Wie möchtest du dich fühlen und was möchtest du bis dahin geschafft haben? Diese Fragen gaben wunderbare Impulse für kreatives Denken und Sein. In einer Imagination begegneten wir außerdem unserem persönlichen Kraftwesen oder Krafttier.

Dass unser Anliegen gelungen ist, brachte das Feedback eines Kollegen auf den Punkt: „Ich komme immer wieder sehr gerne hierher! Für mich hat sich dieses Wochenende zu meinen persönlichen Ressourcentagen entwickelt.“ Genau das wollten wir mit unserem Netzwerktreffen erreichen.

Ausblick: Integrative Community Therapy ab 2027

Ein weiterer besonderer Impuls unseres Netzwerktreffens war eine Einheit zur Integrativen Community Therapy (ICT). Dieser gemeinschaftsorientierte Ansatz stärkt Menschen, indem er einen geschützten Raum für Austausch, gegenseitiges Zuhören und die Aktivierung eigener Ressourcen schafft.

Die Integrative Community Therapy wird deshalb Teil unseres Weiterbildungsangebots. Ab 2027 bieten wir erstmals eine Weiterbildung in dieser Methode an und freuen uns darauf, diesen ressourcenorientierten Ansatz gemeinsam mit weiteren Fachkräften zu vertiefen.

Regina Miehling, Projektmanagement Inland, Seminare und Weiterbildung

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Mo Asumang und Frank Labitzke bei einem Workshop; Frank Labitzke spricht mit Mikrofon, Mo Asumang steht neben ihm.

Seminar mit Mo Asumang: „Wir müssen mit anderen reden und keine Mauern aufbauen“

Im Jahr 2013 machte sich die Filmemacherin Mo Asumang aufgrund von Morddrohungen einer Neonazi-Band auf die Suche nach „den Ariern”. Sie wollte herausfinden, woher die Idee einer angeblich überlegenen Herrenrasse stammt. Dafür besuchte sie NPD-Kundgebungen, führte Gespräche mit dem Ku-Klux-Klan und rassistischen Radiomoderatoren und dokumentierte ihre Suche in einem Buch und einem Film.

Heute ist es ihr Anliegen, mit Menschen zu sprechen, die völlig anders denken, ohne dabei die eigene Haltung und die eigenen Werte aufzugeben. „Wir müssen mit anderen reden und keine Mauern aufbauen, sonst sind irgendwann alle auf der anderen Seite der Mauer und wir erreichen sie gar nicht mehr“, sagte Mo Asumang im Workshop „Dialogbotschafter:in werden“, den wir gemeinsam am 28. Juni veranstalteten. Sie betonte außerdem: „Vieles von dem, was damals im Film an rassistischen und demokratiefeindlichen Aussagen zu hören war, wird heute ganz offen ausgesprochen, oft von Menschen aus der Mitte der Gesellschaft.“

Den Workshop setzten wir gemeinsam mit der Evangelischen Jugend Nürnberg und der Evangelischen Stadtakademie im Haus eckstein in Nürnberg um. Die Veranstaltung wurde von der Fachstelle Demokratie und Partizipation am Bayerischen Bündnis für Toleranz sowie vom Bayerischen Verein für Toleranz, Demokratie und Menschenwürde e.V. unterstützt.

Dialog im Alltag

Wie sollen wir damit umgehen? Wie können wir diese Menschen wieder erreichen und einen echten Dialog mit ihnen führen? Dabei geht es nicht um Extremsituationen, sondern um die kleinen Begegnungen im Alltag, bei Familienfeiern, am Arbeitsplatz oder in der Schule, in denen diskriminierende Dinge gesagt werden.

Die 31 Teilnehmer:innen suchten nach Wegen, wie ein solcher Dialog gelingen kann. Nachdem wir am Vormittag anhand einiger Beispiele aus dem Film „Die Arier“ die Dialogstrategien analysiert hatten, ging es nach der Mittagspause ans praktische Einüben und Ausprobieren. In kleinen Schritten und mit praktischen Übungen arbeiteten wir daran, unsere eigenen Reizpunkte wahrzunehmen. Im Mittelpunkt standen dabei vor allem die innere Haltung, die Reflexion und das Bewusstmachen eigener Prozesse.

Mithilfe vieler Körper- und Gesprächsübungen entwickelten wir eigene Strategien. Was ist mein Standpunkt und was passiert, wenn ich ihn verändere? Wie kann ich vermeiden, in die „Hasswalze“ des anderen einzusteigen? Welche inneren Bilder sind dabei hilfreich und wie reagiert mein Körper? Und wie kann ich mit Fragen ergründen, worum es wirklich geht? 

„Inneres Tai Chi“

Mo Asumang und ihr Kollege Frank Labitzke nennen das, was sie in Workshops vermitteln, „Inneres Tai Chi“. Es geht darum, nicht mit Gegendruck zu reagieren, sondern die Impulse des anderen zu nutzen und nachzufragen. Was ganz einfach klingt, ist in der Praxis dann doch nicht so leicht, wie wir alle feststellten. „Es ist wie ein Tanz“, sagte Mo Asumang. Wenn es nicht geht, es zu viel wird und ich es nicht mehr aushalte, gilt es, ein klares Stopp zu setzen. Ein Stopp, das die Tür nicht schließt, sondern offenhält: „Stopp, so nicht. Gerne in einem anderen Ton oder zu einem anderen Zeitpunkt.“

In den vergangenen Jahren haben Mo Asumang und Frank Labitzke 1.500 Dialogbegleiter:innen ausgebildet. Durch dieses Seminar kamen 31 weitere hinzu. Es soll nicht bei dieser einmaligen Veranstaltung bleiben. Eine Fortsetzung im Jahr 2027 ist bereits geplant.

Martina Bock, Geschäftsführung und Projektmanagement Ausland

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Zwei Teilnehmerinnen stehen vor einem Flipchart und lesen den Text eines selbstgeschriebenen Liedes, das im Rahmen des Seminars entstanden ist.

„Wir behandeln nicht nur Symptome, sondern stellen Hoffnung her“: Ein Seminar zur Traumaarbeit in Liberia

Wie können Menschen nach traumatischen Erfahrungen wieder Sicherheit finden und neue Hoffnung schöpfen? Mit dieser Frage beschäftigten sich 21 Teilnehmende aus Liberia in einem zehntägigen Seminar zur Psychotraumatologie. „Wir behandeln nicht nur Symptome, sondern stellen Hoffnung wieder her. Das Seminar ist eine Gelegenheit, zu einem Werkzeug für Gottes Liebe und Mitgefühl zu werden“, sagte Arthur, einer der Teilnehmer, in der morgendlichen von der Gruppe gestalteten Andacht.

Vom 28. Juni bis zum 8. Juli 2026 führten wir in Partnerschaft mit dem „Trauma Healing and Reconciliation Program“ der Lutherischen Kirche Liberias das Seminar „Stabilisierung und ressourcenorientierte Arbeit: Eine Einführung in die Psychotraumatologie“ durch. Gemeinsam arbeiteten wir daran, zu verstehen, welche Folgen Trauma und Gewalt für Einzelne und für die Gesellschaft haben können und wie man Betroffenen erklären kann, womit ihre Schwierigkeiten zusammenhängen.

Traumaarbeit, die Verbindungen schafft

Bis heute ist Liberia von den Folgen des Bürgerkriegs geprägt, der tiefe Wunden in vielen Gemeinschaften hinterlassen hat. Misstrauen, zerbrochene soziale Beziehungen und ungelöste traumatische Erfahrungen wirken bis in die Gegenwart fort. Die Lutherische Kirche Liberias hat sich seit über 20 Jahren die Heilung von Traumata zur Aufgabe gemacht. „Traumatische Erfahrungen können Menschen und Gemeinschaften voneinander trennen. Unsere Arbeit hilft dabei, diese Verbindungen wieder aufzubauen“, sagt Philip Nushann Jr., der Leiter der Traumaarbeit. 

Dieser Gedanke prägt die Arbeit des Teams: Es organisiert lokale Dialogprozesse, bei denen möglichst viele unterschiedliche Akteure einer Gemeinschaft zusammenkommen. Gemeinsam werden Probleme identifiziert und Lösungen entwickelt, um Vertrauen und sozialen Zusammenhalt wieder aufzubauen.

Darüber hinaus unterstützt das Team Menschen an sozialen Brennpunkten und in Gefängnissen. Eine besondere Herausforderung in Liberia ist derzeit der zunehmende Drogenkonsum, vor allem unter jungen Männern. Das Team hat deshalb einen Schwerpunkt in der Rehabilitation von Drogenabhängigen mit dem Ziel, diese wieder in die Gemeinschaft zu integrieren.

Stabilität finden und Ressourcen stärken

Auch im Seminar ging es darum, Wissen weiterzugeben und neue Möglichkeiten für die Arbeit mit traumatisierten Menschen zu entwickeln. Die Teilnehmenden lernten Methoden der Psychoedukation kennen und entwickelten selbst Lieder, Geschichten und kleine Theaterstücke, um dieses Wissen in ihren jeweiligen Kontexten weiterzugeben.
Im Mittelpunkt des Seminars standen Methoden zur Stabilisierung. Dazu gehörten unter anderem Imaginationsübungen zur Entwicklung positiver innerer Bilder sowie die Aktivierung von stärkenden Lebenserfahrungen und eines damit verbundenen positiven Selbstbildes. Die Teilnehmenden erprobten alle Methoden zunächst für sich selbst und reflektierten anschließend, wie sie diese in ihrer Arbeit mit traumatisierten Menschen einsetzen können.

„Schon allein, dass ich mir selbst sage: Ich bin schön, stark und geliebt, verändert etwas an der Art und Weise, wie ich mich selbst sehe“, sagte eine Teilnehmerin nach einer Übung mit stärkenden Gedanken.

Viele Teilnehmenden erzählten auch von ihren eigenen schwierigen Lebensgeschichten. „Ich bin in Armut und ohne Eltern aufgewachsen. Es gab keinen sicheren Ort für mich. Inzwischen habe ich mir ein eigenes Leben aufgebaut. Das Bild von meinem Baum, das ich in der Imaginationsübung entwickelt habe, gibt mir Sicherheit und Trost.“

Gemeinschaft als Quelle von Sicherheit

In dem Wissen, dass Selbstfürsorge und das Erleben von Gemeinschaft wichtige Faktoren in der Traumaarbeit sind, unternahmen wir einen Gruppenausflug in ein Naturresort, um ein positives Lebensereignis zu schaffen. Durch den persönlichen Austausch und das gemeinsame Üben wurden auch die Verbindungen untereinander gestärkt.

„Ich wünsche mir, dass wir auch in Zukunft füreinander da sind und eine Atmosphäre der Sicherheit schaffen, in der sich jede und jeder zugehörig fühlt“, sagte eine Teilnehmerin in der Abschlussrunde.

Wir nehmen viele inspirierende Eindrücke und Erfahrungen aus Liberia für unsere Arbeit mit. Besonders der Blick auf die Verbindungen innerhalb der Gemeinschaft ist etwas, von dem wir noch viel lernen können. Die Idee, Philip Nushann als Referenten zu einem Seminar nach Deutschland einzuladen, werden wir weiterverfolgen.

Julia Borchardt, Projektkoordination Ukraine und Martina Bock, Geschäftsführung und Projektmanagement Ausland

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💛 Spenden statt Schenken 💛

Ein Geburtstag, Weihnachten, ein Jubiläum, eine Hochzeit oder die Geburt eines Kindes sind besondere Anlässe, an denen wir gemeinsam feiern und uns verbunden fühlen. Sie können dieses Glück teilen und Hoffnung spenden, indem Sie statt Geschenken zu einer Spende aufrufen.

Vier Scrabble-Würfel bilden das Wort NEWS.

Wings of Hope in der Presse

Drei Fragen an ... die Stiftung Wings of Hope

Zum internationalen PTBS-Tag richtet der Bundesverbandes Deutscher Stiftungen den Blick auf eine oft unsichtbare Folge von Krieg, Gewalt und Katastrophen: die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Im Kurzinterview erzählt unsere Geschäftsführerin Martina Bock vom Alltag traumatisierter Menschen, von Hilfsangeboten und der Hoffnung auf Heilung seelischer Wunden.

Beitrag online lesen (Quelle: Stiftungswelt, 01.06.2026)

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Ein Bühnenmikrofon auf einem Ständer.

Aktuelle Veranstaltungen

Nach der Sommerpause melden wir uns mit neuen Veranstaltungensankündigungen zurück! 🏝️☀️

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Seminarteilnehmende führen die Butterfly-Übung mit überkreuzten Armen vor der Brust durch und wirken konzentriert.

Aktuelle Seminare und Weiterbildungen

Einführungsseminar Trauma

In diesem Einführungsseminar erhalten Sie grundlegende Kenntnisse in Psychotraumatologie, Neurobiologie und Stressforschung. Sie erfahren, was ein Trauma ist, was in der traumatischen Situation im Gehirn passiert und welche Auswirkungen traumatische Erfahrungen auf Gefühle, Gedanken, das Verhalten und den Körper haben und wie Sie traumasensibel mit Betroffenen umgehen können.

Termin: 9.–11. Oktober 2026 I Tagungszentrum Labenbachhof | mehr Infos

Fortbildungsreihe Traumasensible Seelsorge mit der Hephata Diakonie Hessen

Fortbildungsreihe für geistliche Begleiter:innen und Menschen in seelsorgerlichen Berufen. Die seelsorgerliche Begleitung von Menschen mit schweren Belastungen kann unterstützt werden durch traumasensible und ressourcenorientierte Stabilisierungsarbeit. Gleichzeitig schöpft die Seelsorge aus den Heilsbildern des Glaubens und den biblischen Deutungen traumatischer Erfahrungen. Mit dieser dreiteiligen Fortbildungsreihe laden wir Sie ein, sich in den spannenden Dialog zwischen Psychotraumatologie und Theologie zu begeben. Wir veranstalten diese Fortbildung in Kooperation mit der Hephata Diakonie in Hessen.

Modul 1: 26.–29. Oktober 2026 I Modul 2: 8.–11. März 2027 I Modul 3: 28. Juni – 1. Juli 2027| Tagungszentrum Labenbachhof | mehr Infos

Aufbauseminar Trauma und Seelsorge

In einer ausgewogenen Mischung aus Theorie und Praxis führen wir den spannenden Dialog zwischen Psychotraumatologie und Seelsorge fort. Sie vertiefen Ihr Wissen über die transgenerationelle Weitergabe von Traumata und deren Einfluss auf das Leben von Einzelnen und Gruppen über Generationen hinweg. Zudem werden wir ressourcenorientierte und stabilisierende Techniken der Traumaarbeit erarbeiten, die Ihnen in der seelsorgerlichen Begleitung von Menschen mit schweren Belastungen von Nutzen sein können.

Termin: 26.–29. Oktober 2026 I Tagungszentrum Labenbachhof | mehr Infos

Deeskalation und Selbstschutz in der sozialen Arbeit

Der Umgang mit impulsgestörten und mitunter äußerst aggressiven Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen ist eine Herausforderung in der sozialen Arbeit. In diesem Seminar geht es um ein bindungsorientiertes, traumapädagogisches Sich-Abgrenzen und Deeskalieren. Im gemeinsamen Üben werden wir die Angst vor körperlicher Nähe überwinden und unsere Hilflosigkeit hinter uns lassen.

Termin: 25. November 2026 I Haus eckstein in Nürnberg | mehr Infos

NEU: Weiterbildung Integrative Gemeinschaftstherapie

Die Integrative Community Therapy (ICT) ist eine in Brasilien entwickelte, gemeinschaftsbasierte Methode zur Stärkung von Resilienz und sozialer Verbundenheit durch offenen Erfahrungsaustausch in Gruppen. Im Mittelpunkt stehen die Ressourcen der Teilnehmenden sowie gegenseitige Unterstützung. Die Weiterbildung richtet sich an Fachkräfte und Ehrenamtliche aus pädagogischen und sozialen Arbeitsfeldern (z. B. Sozialarbeiter:innen, Lehrkräfte, Erzieher:innen) sowie Mitarbeitende in psychosozialen, kirchlichen und anderen gemeinwesenorientierten Kontexten. Sie eignet sich besonders für Personen, die Interesse daran haben, die Methode der Integrativen Community Therapy in ihren jeweiligen Arbeitsfeldern kennenzulernen, anzuwenden und nachhaltig zu integrieren..

Modul 1: 21.–24. Januar 2027 (Präsenz) I Modul 2: 6.–7. März 2027 (online) I Modul 3: 5.–6. Juni 2027 (online) I Modul 4: 17.–18. Juli 2027 (online) I Modul 5: 2.–3. Oktober 2027 (online) I Modul 6: 14.–17. November 2027 (Präsenz) I Modul 7: 11.–12. März 2028 (online) I Tagungszentrum Labenbachhof | mehr Infos

AUSBLICK 2027: »Unser Körper trägt mit« – Traumasensible Körperarbeit mit den flexiblen Power-Response-Leitlinien

3-teilige Fortbildungsreihe für Fachkräfte, die mit Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen arbeiten. Power-Response ist eine Methode der Körperarbeit, bei der ein zentrales Prinzip der Bewegung im Fokus steht: Aktion und Reaktion. In dieser Fortbildungsreihe lernen Sie, wie Sie durch traumasensible Körperarbeit Menschen dabei unterstützen können, traumabedingte Symptome zu bearbeiten. Durch Power-Response lernen Betroffene, Erstarrungen zu lösen und Flucht- oder Kampfreaktionen gezielt zu kanalisieren. Im Seminar beschäftigen wir uns mit leicht erlernbaren Körperübungen, legen viel Wert auf eigene Körpererfahrungen und erarbeiten praktische Tipps für Ihre tägliche Arbeit.

Modul 1: 26.–28. April 2027 I Modul 2: 16.–18. Juli 2027 I Modul 3: 25.–27. Oktober 2027| Tagungszentrum Labenbachhof | mehr Infos

Vor-Ort-Angebote: Wir kommen zu Ihnen!

Für interessierte Organisationen und Institutionen bieten wir bei Ihnen vor Ort Vorträge, Workshops und Seminare zu folgenden Themen an: Psychotraumatologie, traumapädagogisches Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen, Trauma und Seelsorge, Einführung in das Thema Bindung, Selbstfürsorge und Psychohygiene in der Traumaarbeit etc. | mehr Infos

Traumazentrierte Fallsupervision

Die pädagogische und therapeutische Arbeit mit Menschen, die traumatische Erfahrungen gemacht haben, erfordert eine selbstreflektierende und selbststärkende Herangehensweise. In unserer traumazentrierten Fallsupervision reflektieren wir gemeinsam in der Gruppe Ihre Fallbeispiele und analysieren die vorhandenen psychotraumatologischen Dynamiken. Gemeinsam besprechen wir, welche Methoden in der weiteren Begleitung angezeigt wären.

Nächster Termin: 24. September 2026 in Nürnberg und auf Anfrage | mehr Infos

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Collage mit verschiedenen Motiven: Eine Frau umarmt ein Kind, Rosen, Frauen im Gespräch, eine Gruppe auf dem Weg zu einem Denkmal und ein Teamfoto der Stiftung Wings of Hope.

Vielen Dank, dass Sie unsere Friedens- und Traumaarbeit unterstützen!

Maid Alić, Martina Bock, Julia Borchardt, Lucija Lukić Holjan, Regina Miehling, Friederike Regel, Atran Youkhana

Trauma heilen, Frieden stiften, Versöhnung leben.

Ein besonderer Dank geht an unsere Spenderinnen und Spender.
Ohne Sie wäre unsere Arbeit nicht möglich!
Stiftung Wings of Hope Deutschland, Bergmannstraße 46, 80339 München
Tel: 089 50808851 | info@wings-of-hope.de | www.wings-of-hope.de
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