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Hinschauen statt Rückzug: Solidarität in unsicheren Zeiten

05.03.2026

Liebe Interessierte an der Traumaarbeit,

Haltung beginnt mit Hinschauen. In einer Zeit, in der Krisen zur Dauererfahrung werden und die Versuchung groß ist, sich zurückzuziehen, braucht es Menschen, die im Gespräch, im Engagement und in der Verantwortung bleiben. In diesem Newsletter berichten wir über solche Personen: über unsere Partnerorganisation in Bosnien und Herzegowina, die trotz politischer Unsicherheit kontinuierlich Trauma- und Friedensarbeit leistet, sowie über ein Seminar zur Integrativen Community Therapy, welche Gemeinschaft als Ressource stärkt und neue Räume für gegenseitige Unterstützung eröffnet.

Inhalt

Hinschauen. Haltung zeigen. Verantwortung übernehmen.

Kollektive Resilienz stärken – Seminar zur Integrativen Gemeinschaftstherapie

Ein Jahr später: Die Zivilgesellschaft Bosnien und Herzegowinas in der Dauerkrise

Sommerakademie für interkulturellen Dialog 2026: Jetzt bewerben!

Wings of Hope in der Presse

Aktuelle Veranstaltungen

Aktuelle Seminare und Weiterbildungen

Markus Rinderspacher wendet sich lächelnd einem Gesprächspartner zu, der im Vordergrund nur von hinten zu sehen ist.

Hinschauen. Haltung zeigen. Verantwortung übernehmen.

Als Vorsitzender unseres Kuratoriums und in seiner Funktion als Vizepräsident des Bayerischen Landtags bringt Markus Rinderspacher seine persönliche Haltung und langjährige Erfahrung in die Arbeit von Wings of Hope ein. In bewegten Zeiten teilt er hier seine Gedanken dazu, warum es gerade jetzt darauf ankommt, nicht wegzuschauen, sondern Verantwortung zu übernehmen.

Wir leben in einer Zeit tiefgreifender geopolitischer Veränderungen. Kriege und gewaltsame Auseinandersetzungen prägen immer stärker die Weltlage – in Europa, im Nahen Osten, in vielen Regionen der Welt. Was lange als fern erschien, rückt näher. Mit jedem neuen Konflikt wächst die Gefahr der Abstumpfung. Die Versuchung, wegzuschauen, sich zurückzuziehen, den eigenen Einfluss zu unterschätzen, ist groß.
Gerade jetzt aber braucht es das Gegenteil: Haltung. Und diese ist nichts Abstraktes. Sie zeigt sich im Alltag, im politischen Diskurs, im gesellschaftlichen Engagement. Haltung bedeutet, nicht zu relativieren, wo Menschenwürde verletzt wird. Sie bedeutet, nicht zu schweigen, wenn Ausgrenzung, Gewalt oder Unrecht normalisiert werden. Und sie bedeutet auch, die Komplexität unserer Zeit auszuhalten, ohne den eigenen Wertekompass zu verlieren.

Hoffnung durch gemeinsames Tun

Was motiviert Menschen, sich dennoch einzubringen? Aus meiner Sicht ist es vor allem die Erfahrung, dass Engagement einen Unterschied macht. Dass Solidarität trägt. Dass Hilfe wirkt – selbst dort, wo die Umstände überwältigend erscheinen. Wings of Hope zeigt genau diese Dranbleiberqualitäten: Mit verlässlicher, langfristiger Arbeit an der Seite von Menschen, die Unterstützung brauchen. Nicht laut, nicht kurzfristig, sondern nachhaltig und zugewandt.

Nicht wegzuschauen erfordert Mut. Aber wer weiß, dass andere mittragen, durchhalten, widersprechen und helfen, bleibt handlungsfähig. Hoffnung entsteht nicht durch Verdrängung, sondern durch gemeinsames Tun – und die tiefe Überzeugung, die Václav Havel mit dem Credo zusammenfasste: „Die Wahrheit und die Liebe müssen über Lüge und Hass siegen.“

Wings of Hope steht für Mitmenschlichkeit

Es geht um den unbedingten Respekt vor der Würde jedes Menschen, unabhängig von Herkunft, Religion oder Lebensumständen. Dabei bleiben Nächstenliebe und der Glaube an die Gerechtigkeit nicht beim persönlichen Trost stehen, sondern sie führen in die Verantwortung. Die Bibel ruft dazu auf, Recht zu schaffen, Barmherzigkeit zu üben und dem Bösen nicht das letzte Wort zu überlassen. Gerade in Zeiten von Gewalt und Spaltung ist der christliche Glaube eine bewusste Entscheidung für die Hoffnung.

Jetzt entscheidet es mehr denn je, wofür wir stehen. Wings of Hope steht für Mitmenschlichkeit – auch dann, wenn es schwierig wird. Danke an alle, die diese wertvolle Arbeit bei Wings of Hope leisten – und an jene, die sie dabei unterstützen.

Markus Rinderspacher, Vorsitzender des Kuratoriums, Vizepräsident des Bayerischen Landtags, MdL

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20 Seminarteilnehmende posieren im Schnee vor schneebedeckten Bergen.

Kollektive Resilienz stärken – Seminar zur Integrativen Gemeinschaftstherapie

Vom 23. bis 25. November 2025 haben wir am Labenbachhof ein dreitägiges Seminar zum Thema Kollektive Resilienz und das Paradigma der Integrativen Gemeinschaftstherapie (IGT) veranstaltet. Insgesamt 19 Mitglieder unseres Fachkräftenetzwerks nahmen daran teil.

Die Veranstaltung war Teil unserer jährlichen kostenfreien Fortbildungsangebote für die Mitglieder unseres Fachkräftenetzwerks. Die Seminarreihe ist eingebunden in unser seit 2024 von der EU gefördertes Projekt zur Stabilisierung von Menschen mit Fluchtgeschichte.

Das Seminar wurde von unserem Kollegen Mariano Pedroza geleitet, mit dem uns eine langjährige Zusammenarbeit verbindet. Mariano ist Traumatherapeut und kombiniert in seiner Arbeit körperliche und systemische Ansätze. Er lebt und arbeitet in Brasilien und legt einen besonderen Fokus auf kollektive Resilienz.

Integrative Gemeinschaftstherapie als Paradigmenwechsel

Im Rahmen dieses Seminars konnten wir die IGT nicht nur als eine therapeutische Methode, sondern als Paradigmenwechsel in unserem Verständnis von Heilung und Resilienz erkunden. Anstatt einzelne Probleme isoliert zu betrachten, richtet sie den Blick auf die Gemeinschaft und ihre Ressourcen.

Auf Basis von systemischem Denken, der Sensibilität gegenüber anderen Kulturen und kollektiver Selbstermächtigung eröffnet die IGT Möglichkeiten, gemeinsam wirksam zu werden. Ergänzend zu unseren Erfahrungen in der Traumaarbeit kann sie dazu beitragen, kollektive Resilienz zu fördern und Räume zu schaffen, in denen Gemeinschaften gemeinsam heilen, sich verbinden und gedeihen können.

Lernen durch Erleben: Körper, Musik und Gemeinschaft

Neben interessanten theoretischen Inputs haben wir vor allem viel praktisch geübt, ganz nach dem Prinzip „Learning by Doing“. Besonders geschätzt wurde „der perfekte Wechsel zwischen Theorie und partizipativen praktischen Übungen“.

Da unser Seminarleiter in den körperorientierten Therapiemethoden Tension and Trauma Releasing Exercises (TRE) und Somatic Experiencing ausgebildet ist, haben wir uns intensiv mit dem Körper beschäftigt und gemeinsam Körperübungen ausprobiert. In der Integrativen Gemeinschaftstherapie wird zudem Musik genutzt, um emotionalen Ausdruck und soziale Bindungen in der Gruppe zu fördern. Deshalb haben wir immer wieder gemeinsam gesungen und mit den von den Teilnehmenden mitgebrachten Instrumenten musiziert. „Besonders beeindruckt hat mich die Kraft der Gruppe und das ‚Live‘-Miterleben der Methodenanwendbarkeit“, so eine Teilnehmerin.

Das Seminar war sehr bereichernd und erfüllend. Es verlief in einer wunderschönen, kollegialen, wertschätzenden und belebenden Atmosphäre. Eine Teilnehmerin fasst es wie folgt zusammen: „Es war eine sehr bereichernde Erfahrung mit hohem Erlebnis- und Selbsterfahrungsanteil. Ich bin dankbar dafür.“

Wir sind von den Möglichkeiten der Methode begeistert und wollen sie fest in unser Programm integrieren. Ab 2027 planen wir, eine Weiterbildung anzubieten, in der Interessierte die Integrative Gemeinschaftstherapie selbst erleben und praktisch anwenden können.

Lucija Lukić Holjan

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Azra Frlj lächelt in die Kamera.

Ein Jahr später: Die Zivilgesellschaft Bosnien und Herzegowinas in der Dauerkrise

Bosnien und Herzegowina steckt seit Jahren in einer politischen Krise, die demokratische Institutionen schwächt und den gesellschaftlichen Zusammenhalt belastet. Nationale Spannungen, Angriffe auf die Zivilgesellschaft und eine zunehmende Unsicherheit für unabhängige Organisationen prägen den Alltag vieler Menschen. Besonders betroffen sind jene, die sich für Dialog, Frieden und die Aufarbeitung von Kriegstraumata einsetzen.

Azra Frlj ist Psychologin, Traumaberaterin und Leiterin unserer Partnerorganisation Progres in Bosnien und Herzegowina. Vor einem Jahr beschrieb sie im Interview mit uns die Situation im Land als die schwerste Krise seit dem Dayton-Abkommen. Zwölf Monate später hat sich an dieser Einschätzung wenig geändert.

„Politisch ist kaum Bewegung erkennbar. Was sich verändert hat, ist die Atmosphäre im Land. Sie wirkt weniger angespannt, dafür von einer gefährlichen Normalisierung geprägt“, sagt Azra Frlj. Viele Menschen haben sich an die Dauerkrise gewöhnt oder sind, wie sie es formuliert, „abgestumpft“.

Diese Gewöhnung an Instabilität betrifft nicht nur Einzelne, sondern die gesamte Zivilgesellschaft. Organisationen arbeiten weiter, entwickeln Projekte, suchen Lösungen. Doch sie tun dies unter Bedingungen, die zunehmend zermürben. Die größte Herausforderung ist dabei nicht fehlender Wille oder mangelnde Expertise, sondern permanente Unsicherheit.

Arbeiten unter Bedingungen permanenter Unsicherheit

Die politische Instabilität im Land trifft auf unsichere internationale Fördermittel: Was früher verlässlich zugesagt wurde, ist heute oft kurzfristig, gekürzt oder vollständig eingestellt. Für viele Organisationen erschwert diese Unsicherheit die langfristige Planung.

Internationale Geldgeber setzen zudem immer häufiger auf kurzfristige Projektförderungen. Laufzeiten von sechs Monaten sind keine Ausnahme mehr. Für Azra ist das nicht nur ineffizient, sondern strukturell schädlich. „Diese Tendenz, nur noch für ein halbes Jahr zu fördern, ist hochproblematisch“, sagt sie. „Das hält Organisationen in einem Zustand ständiger Anspannung und verlangt gleichzeitig messbare Ergebnisse innerhalb kürzester Zeit. Das ist schlicht unmöglich.“

Besonders problematisch ist diese Logik für die Trauma- und Friedensarbeit. Vertrauensaufbau, Dialog und Heilung brauchen Zeit. Sechs Monate reichen kaum aus, um stabile Beziehungen in lokalen Gemeinschaften aufzubauen, geschweige denn nachhaltige Wirkungen zu erzielen. Dennoch zwingt diese Förderpraxis viele NGOs dazu, immer neue Anträge zu schreiben, sich ständig neu aufzustellen und parallel um ihr eigenes Überleben zu kämpfen.

Wirkung trotz begrenzter Ressourcen

Trotz dieser strukturellen Hürden konnte Progres im vergangenen Jahr sichtbare Erfolge erzielen. Frauen mit besonderen Schutzbedarfen erhielten gezielte Unterstützung, darunter psychosoziale Beratung und Angebote der Gewaltprävention. Auch die Friedens- und Versöhnungsarbeit mit Jugendlichen wird gemeinsam mit Partnerorganisationen fortgesetzt. Darüber hinaus realisierte Progres kulturelle und bildungsbezogene Initiativen, darunter die Produktion eines Theaterstücks, das sich mit Diskriminierung von Minderheiten auseinandersetzt. Ergänzend entwickelte das Team ein Unterstützungsprogramm für Friedensaktivistinnen, als Reaktion auf den wachsenden Druck, dem zivilgesellschaftliche Akteur:innen vor Ort ausgesetzt sind.

Gleichzeitig bleiben schmerzhafte Lücken. Für das Programm zur Ausbildung von Lehrkräften fehlen derzeit die Mittel. Gespräche mit Partnerorganisationen laufen, doch ohne verlässliche Finanzierung bleibt vieles ungewiss.

Was jetzt gebraucht wird

Wenn Sie die Arbeit von Azra und ihrem Team unterstützen möchten, freuen wir uns über jede Form der Solidarität. Ihre Spenden ermöglichen Kontinuität in einer Arbeit, die Zeit und Vertrauen braucht. Darüber hinaus sucht Progres langfristige Partnerschaften mit Organisationen der internationalen Zivilgesellschaft sowie Unternehmen, die Friedensarbeit nicht nur fördern, sondern aktiv mittragen möchten. Auch das Weitererzählen dieser Geschichte hilft, den Raum für Dialog und Versöhnung offen zu halten.

Friederike Regel

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💛 Mit Ihrer Spende Hoffnung schenken 💛

Mit Ihrer Unterstützung ermöglichen Sie langfristige Friedens- und Dialogprojekte in Bosnien und Herzegowina. Gemeinsam mit Ihnen bauen wir Brücken, schaffen Räume für Begegnung und geben Menschen die Kraft, wieder an eine friedliche Zukunft zu glauben.

25 Seminarteilnehmende sitzen vor einer sommerlichen Bergkulisse am Bergsee.

Sommerakademie für interkulturellen Dialog 2026: Jetzt bewerben!

Vom 17. bis 30. August 2026 findet wieder unsere Sommerakademie für interkulturellen Dialog in Ruhpolding im Chiemgau statt. Wie jedes Jahr seit 2007 bringen wir 25 junge Menschen aus Deutschland, Bosnien und Herzegowina, Kurdistan-Irak, Palästina und Israel zu einem zweiwöchigen Begegnungsprogramm in den bayerischen Alpen zusammen.

Die Sommerakademie bietet einen geschützten Raum für interkulturelles Lernen, persönliche Begegnung und interreligiösen Dialog. Die Teilnehmenden im Alter von 18 bis 26 Jahren setzen sich mit Fragen von Frieden, Versöhnung und einem gelingenden Zusammenleben in Vielfalt auseinander. In Workshops und Seminaren reflektieren sie, wie kollektive Traumata Identitäten und Gesellschaften prägen und wie Erinnerungskultur zur Verständigung beitragen kann. Sie üben Perspektivwechsel und lernen, trotz unterschiedlicher Erfahrungen im Gespräch zu bleiben.

Wann: 17.–30. August 2026
Wo:
Ruhpolding im Chiemgau
Wer: junge Menschen im Alter von 18–26 Jahren, die sich für Frieden und Dialog einsetzen möchten und fließend Englisch sprechen
Bewerbungsschluss: 31. März 2026

Vielleicht kennen Sie junge Menschen zwischen 18 und 26 Jahren, für die unsere Sommerakademie interessant sein könnte? Wir freuen uns sehr, wenn Sie diese Information in Ihrem Familien-, Freundes- oder Bekanntenkreis weitergeben.

Bewerbungen sind ab sofort möglich unter: Ausschreibung

 

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Auf dem Foto sieht man vier Scrabble-Würfel. Auf den Würfeln stehen die Buchstaben des Wortes NEWS.

Wings of Hope in der Presse

Interview zum vierten Jahrestag des russischen Überfalls auf die Ukraine

"Forschungen sagen, dass mittlerweile zirka 90 Prozent der ukrainischen Bevölkerung traumatisiert sind vom Krieg. Es gibt quasi keine gesunden Menschen mehr hier." Vasyl Savka, Geschäftsführer unserer Partnerorganisation KOLPING Ukraine, berichtet in diesem Interview von der Dauererschöpfung des Teams und von unserer gemeinsamen Ausbildung dringend benötigter Traumafachkräfte.

Beitrag online lesen (Quelle: KOLPING INTERNATIONAL, 24.02.2026)

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Bühnenmikrofon auf Ständer

Aktuelle Veranstaltungen

Ein Gottesdienst für alle, die trotz Gewalterfahrungen nach Gott fragen

Wenn wir Gewalt erleben, verschließen wir oft die Augen. Hinschauen tut weh. Und doch wünschen wir uns ein Gegenüber, das uns sieht. Im Gottesdienst machen wir uns auf die Suche nach dem heilsamen Blick Gottes. Der Gottesdienst wird veranstaltet von Offene Tür – Cityseelsorge an St. Jakob in Kooperation mit KIM – Seelsorge für Menschen im Rotlicht und der Stiftung Wings of Hope. Nach dem Gottesdienst ist Zeit zum Austausch und zur persönlichen Begegnung.

Termin: 8. März 2026 I 17:00 Uhr I mehr Infos

Onlinevortrag: Trauma verstehen

Onlinevortrag für Interessierte und Menschen in helfenden Berufen. In dieser Onlineveranstaltung erhalten Sie einen ersten Einblick in die Psychotraumatologie, Neurobiologie und Stressforschung. Sie erfahren, was ein Trauma ist, was in der traumatischen Situation im Gehirn passiert und welche Auswirkungen traumatische Erfahrungen auf Gefühle, Gedanken, das Verhalten und den Körper haben können. Außerdem sprechen wir darüber, was Menschen hilft, mit dem Trauma umzugehen und wie Sie traumasensibel mit Betroffenen umgehen können.

Termin: 19. März 2026 I 15:00 – 18:00 Uhr I mehr Infos

Seminar: Kollektive Traumata und Versöhnungsarbeit

Nicht nur Einzelpersonen können traumatisiert werden, sondern auch ganze Gruppen und Gesellschaften. Die Sozialpsychologie kennt dafür den Ausdruck „kollektive Traumata“. In diesem Seminar beschäftigen wir uns mit der Entstehung, Wirkung und Weitergabe kollektiver Traumata sowie mit Möglichkeiten der Versöhnung zwischen jungen Menschen aus von Gewalt betroffenen Gesellschaften.

Termin: 19. März 2026 I 17:30 – 21:00 Uhr I mehr Infos

Begegnung und Dialog mit dem Parents Circle - Families Forum (PCFF)

Zwei Mitglieder des Parents Circle Families Forum – eine Palästinenserin und eine Israelin – berichten in dieser besonderen Veranstaltung von ihrem persönlichen Verlust im israelisch-palästinensischen Konflikt und davon, warum sie sich bewusst gegen Rache und für Dialog und Verständigung entschieden haben. Die 1995 gegründete Organisation, die 2025 mit dem Internationaler Nürnberger Menschenrechtspreis ausgezeichnet wurde, vereint über 800 betroffene Familien und setzt sich aus gemeinsamer Trauer heraus für Versöhnung und einen gerechten Frieden ein.

Termin: 9. Mai 2026 I 19:00 – 21:00 Uhr I mehr Infos

Seminar: Dialogbotschafter:in werden

Seminar für Interessierte ab 16 Jahren. Demokratisches Miteinander lebt vom Dialog, auch mit Menschen, die anders denken als wir. Oft trauen wir uns das nicht und vermeiden Gespräche über strittige Themen und Kontakte mit Menschen anderer Meinung. Solche Gespräche erfordern Mut, Haltung und Sicherheit. Unter Anleitung von Mo Asumang, Dialogtrainerin und Filmemacherin, üben wir in diesem Seminar, wie auch bei unterschiedlichen Meinungen Zuhören, Nachfragen und echtes Interesse aneinander gelingen können..

Termin: 27. Juni 2026 I 10:00 – 18:00 Uhr I mehr Infos

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Seminarteilnehmende üben die Butterfly-Übung, Arme überkreuzt vor der Brust, konzentriert.

Aktuelle Seminare und Weiterbildungen

»Körper-Seele-Trauma« und Wege der Heilung – Internationales Refresher- und Fortgeschrittenenseminar

Fortgeschrittenenseminar für Traumapädagog:innen und -therapeut:innen aus Deutschland, Brasilien, Kurdistan-Irak, Palästina, der Ukraine und Zentralamerika. In diesem Aufbauseminar vertiefen Sie Ihr Wissen zu traumapädagogischen und -therapeutischen Methoden wie Stabilisierungstechniken, der Screentechnik nach dem KReST-Modell mit besonderer Betonung der Körperarbeit oder der Vier-Felder-Technik nach dem Sarajevo-Protokoll von Lutz Besser. Durch die Mischung aus Theorie- und praktischen Anwendungseinheiten verfestigen Sie Ihr Wissen. Durch den Austausch mit Fachleuten aus verschiedenen Konfliktregionen bekommen Sie Einblick in die weltweite Traumaarbeit.

Termin: 20.–24. Juli 2026 I Tagungszentrum Labenbachhof | mehr Infos

Fortbildungsreihe Trauma und Seelsorge

Fortbildungsreihe für geistliche Begleiter:innen und Menschen in seelsorgerlichen Berufen. Die seelsorgerliche Begleitung von Menschen mit schweren Belastungen kann unterstützt werden durch traumasensible und ressourcenorientierte Stabilisierungsarbeit. Gleichzeitig schöpft die Seelsorge aus den Heilsbildern des Glaubens und den biblischen Deutungen traumatischer Erfahrungen. Mit dieser dreiteiligen Fortbildungsreihe laden wir Sie ein, sich in den spannenden Dialog zwischen Psychotraumatologie und Theologie zu begeben. Wir veranstalten diese Fortbildung in Kooperation mit der Communität Christusbruderschaft Selbitz.

Modul 1: 29. Juni – 2. Juli 2026 | Modul 2: 28. September – 1. Oktober 2026 | Modul 3: 22. – 25. Februar 2027| Ort: Communität Christusbruderschaft in Selbitz | mehr Infos

Einführungsseminar Trauma

In diesem Einführungsseminar erhalten Sie grundlegende Kenntnisse in Psychotraumatologie, Neurobiologie und Stressforschung. Sie erfahren, was ein Trauma ist, was in der traumatischen Situation im Gehirn passiert und welche Auswirkungen traumatische Erfahrungen auf Gefühle, Gedanken, das Verhalten und den Körper haben und wie Sie traumasensibel mit Betroffenen umgehen können.

Termin: 9.–11. Oktober 2026 I Tagungszentrum Labenbachhof | mehr Infos

Aufbauseminar Trauma und Seelsorge

In einer ausgewogenen Mischung aus Theorie und Praxis führen wir den spannenden Dialog zwischen Psychotraumatologie und Seelsorge fort. Sie vertiefen Ihr Wissen über die transgenerationelle Weitergabe von Traumata und deren Einfluss auf das Leben von Einzelnen und Gruppen über Generationen hinweg. Zudem werden wir ressourcenorientierte und stabilisierende Techniken der Traumaarbeit erarbeiten, die Ihnen in der seelsorgerlichen Begleitung von Menschen mit schweren Belastungen von Nutzen sein können.

Termin: 26.–29. Oktober 2026 I Tagungszentrum Labenbachhof | mehr Infos

Deeskalation und Selbstschutz in der sozialen Arbeit

Der Umgang mit impulsgestörten und mitunter äußerst aggressiven Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen ist eine Herausforderung in der sozialen Arbeit. In diesem Seminar geht es um ein bindungsorientiertes, traumapädagogisches Sich-Abgrenzen und Deeskalieren. Im gemeinsamen Üben werden wir die Angst vor körperlicher Nähe überwinden und unsere Hilflosigkeit hinter uns lassen.

Termin: 25. November 2026 I Haus eckstein in Nürnberg | mehr Infos

AUSBLICK 2027: »Unser Körper trägt mit« – Traumasensible Körperarbeit mit den flexiblen Power-Response-Leitlinien

3-teilige Fortbildungsreihe für Fachkräfte, die mit Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen arbeiten. Power-Response ist eine Methode der Körperarbeit, bei der ein zentrales Prinzip der Bewegung im Fokus steht: Aktion und Reaktion. In dieser Fortbildungsreihe lernen Sie, wie Sie durch traumasensible Körperarbeit Menschen dabei unterstützen können, traumabedingte Symptome zu bearbeiten. Durch Power-Response lernen Betroffene, Erstarrungen zu lösen und Flucht- oder Kampfreaktionen gezielt zu kanalisieren. Im Seminar beschäftigen wir uns mit leicht erlernbaren Körperübungen, legen viel Wert auf eigene Körpererfahrungen und erarbeiten praktische Tipps für Ihre tägliche Arbeit.

Modul 1: 26.–28. April 2027 I Modul 2: 16.–18. Juli 2027 I Modul 3: 25.–27. Oktober 2027| Tagungszentrum Labenbachhof | mehr Infos

Vor-Ort-Angebote: Wir kommen zu Ihnen!

Für interessierte Organisationen und Institutionen bieten wir bei Ihnen vor Ort Vorträge, Workshops und Seminare zu folgenden Themen an: Psychotraumatologie, traumapädagogisches Arbeiten mit Kindern und Jugendlichen, Trauma und Seelsorge, Einführung in das Thema Bindung, Selbstfürsorge und Psychohygiene in der Traumaarbeit etc. | mehr Infos

Traumazentrierte Fallsupervision

Die pädagogische und therapeutische Arbeit mit Menschen, die traumatische Erfahrungen gemacht haben, erfordert eine selbstreflektierende und selbststärkende Herangehensweise. In unserer traumazentrierten Fallsupervision reflektieren wir gemeinsam in der Gruppe Ihre Fallbeispiele und analysieren die vorhandenen psychotraumatologischen Dynamiken. Gemeinsam besprechen wir, welche Methoden in der weiteren Begleitung angezeigt wären.

Nächster Termin: 24. September 2026 in Nürnberg und auf Anfrage | mehr Infos

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Collage mit Frau, die ein Kind umarmt, Rosen, Frauen im Gespräch, Gruppe auf Denkmal zugehend und Teamfoto der Stiftung Wings of Hope.

Vielen Dank, dass Sie unsere Friedens- und Traumaarbeit unterstützen!

Maid Alić, Martina Bock, Julia Borchardt, Lucija Lukić Holjan, Regina Miehling, Friederike Regel, Atran Youkhana

Trauma heilen, Frieden stiften, Versöhnung leben.

Ein besonderer Dank geht an unsere Spenderinnen und Spender.
Ohne Sie wäre unsere Arbeit nicht möglich!
Stiftung Wings of Hope Deutschland, Bergmannstraße 46, 80339 München
Tel: 089 50808851 | info@wings-of-hope.de | www.wings-of-hope.de
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