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Stiftung Wings of Hope
Aktuelles
27.11.2020
Liebe*r Freunde und Ehrenamtliche,
liebe Interessierte an der TRAUMAarbeit,
zum Ende dieses nicht ganz leichten Jahres berichten wir über Veränderungen, das TROTZ ALLEM und über den Mut, sich auf Neues einzulassen.

Trauma und Seelsorge
... und er führte sie aus Finsternis und Dunkel

… so lautet der Titel einer Fortbildung, die wir für Menschen aus seelsorgerlichen Berufen mit Beginn April 2021 anbieten.

„Seelsorge ist eine Dimension diakonischen Handelns, die aus dem christlichen Glauben heraus Lebensgestaltung und -bewältigung unterstützen will“, so schreibt Dr. Andreas Stahl in seinem Buch Traumasensible Seelsorge. Besonders in Lebenskrisen sind Seelsorger*innen gefragt. Sie sind häufig die ersten Ansprechpartner*innen für Menschen, die unter den Folgen traumatischer Erlebnisse leiden. Seelsorger*innen sind an vielen Orten aktiv, wo Menschen besondere Unterstützung brauchen wie in Krankenhäusern, Gefängnissen oder in der Notfallseelsorge. Seelsorge hat einen großen Vorteil gegenüber Beratung und Therapie: sie ist niedrigschwellig und Betroffene können sich die Seelsorger*innen vorher aus der Ferne, zum Beispiel in Gottesdiensten, anschauen. Es ist deshalb wichtig, dass Seelsorger*innen die Folgen von Traumatisierungen erkennen und Menschen unterstützen können.

„Unterbrochene Verbindungen“ (P. Levine), so werden die Folgen von traumatischen Erfahrungen beschrieben. Gemeint ist die Verbindung zu meinem eigenen Körper, zu mir selber, zu anderen Menschen, zur Welt und auch zu Gott und meiner Spiritualität. Diese Verbindungen wieder zu knüpfen, ist schwer und braucht viel Unterstützung. Gerade Seelsorge kann hier durch ihren Bezug zur Spiritualität einen wichtigen Raum anbieten. Seelsorge ist nicht Therapie und Therapie ist nicht Seelsorge, aber im besten Fall ergänzen sie sich gegenseitig.

Leider musste der Beginn unserer 3-teiligen Weiterbildung nun schon zum zweiten Mal verschoben werden. Es trafen sich aber trotzdem einige der Teilnehmer*innen im November zu einem Online Austausch, in welchem deutlich wurde, wie wichtig gerade in diesen Zeiten der Corona-Pandemie Seelsorge ist und wie kreativ Seelsorger*innen nach Möglichkeiten suchen, Menschen zu begleiten, indem sie beispielsweise Spaziergänge anboten oder einen Pavillon in den Garten stellten, der zur Begegnung einlud. Im April 2021 soll es dann endlich losgehen mit der Fortbildung und dem Austausch, wie Wissen aus der Psychotraumatologie und Seelsorge sich verbinden können.
Martina Bock

Buchtipp:
"Traumasensible Seelsorge - Grundlinien für die Arbeit mit Gewaltbetroffenen" von Andreas Stahl
Gott hat viele Namen, TROTZ ALLEM ist einer davon!
TROTZ ALLEM Andacht
Anlässlich des Internationalen Tages „Nein zu Gewalt an Frauen“ gestaltete die Fachstelle für den Umgang mit sexualisierter Gewalt in der Evangelisch-Luth. Kirche in Bayern diese Andacht.
Wir als Stiftung Wings of Hope haben uns in der Vorbereitung der Andacht mit eingebracht und das Vorbereitungsteam mit unserem „Traumawissen“ unterstützt.
Das Besondere an dieser Andacht ist, dass sie von betroffenen Frauen für betroffene Frauen vorbereitet wurde. Dadurch wurde schon der Vorbereitungsprozess für uns alle sehr wertvoll. Die Auseinandersetzung mit dem Thema der sexuellen Übergriffe brachte uns allen nahe, welche Folgen und Spuren die Gewalt in Menschen hinterlässt.

Ich habe große Bewunderung für die Frauen, die mit hoher Intensität und Ehrlichkeit die Texte und den Ablauf der Andacht gestalteten, die von ihrer Erfahrung und ihrem Ringen, vor allem mit Gott aber auch mit der Welt, sprachen und uns mithineingenommen haben in diese Innenschau.

Es ist eine wunderbare Andacht entstanden, die in diesem Jahr (Corona sei Dank) als Online Andacht aufgezeichnet und am 20. November 2020 auf youtube ausgestrahlt wurde. So ist es möglich, sie anzusehen und mithineinzugehen in den Ruf an Gott „warum?“ und TROTZ ALLEM festzuhalten an seiner Zuwendung zu uns. Wir empfehlen es Ihnen und euch und freuen uns über Rückmeldungen. Zu finden unter dem Link: www.youtube.com/watch?v=Npzy0gApr0A
Regina Miehling





Raus aus deiner Bubble – Begegnungswochenende für junge Menschen
Raus aus deiner Bubble – Begegnungswochenende für junge Menschen
Jugendnetzwerk für Dialog der Stiftung Wings of Hope Deutschland

„Jesus und Maria kommen auch im Koran vor? Das wusste ich nicht!“ und „ich verstehe einfach nicht, wie bei den Christ*innen Gott aus drei Teilen bestehen kann?“ Dies sind nur zwei von vielen Aussagen und Diskussionspunkten, die während des Jugendnetzwerkwochenendes „Raus aus deiner Bubble“ von den Teilnehmenden geäußert wurden.
Der Begriff „Bubble“, Blase bzw. Filterblase, ist in den letzten Jahren vermehrt in den öffentlichen Diskurs gekommen. Im Freundeskreis ist man meist unter weitestgehend Gleichgesinnten. Menschen mit ähnlicher politischer Einstellung sowie ökonomischen und akademischen Status. Mit Menschen, die eine andere Sichtweise haben, kommt man selten in Kontakt. Aus der eigenen Komfortzone herauszutreten, ist nicht einfach und Bedarf Mut.

Das Jugendnetzwerk der Stiftung Wings of Hope Deutschland hat zum Ziel, junge Menschen in Deutschland als Multiplikator*innen für Dialog und gesellschaftliches Engagement weiterzubilden und zu motivieren.

Mit dem einem Begegnungswochenende haben wir einen sicheren Rahmen für Jugendliche und junge Erwachsene geschaffen, um die Bubble, die Komfortzone zu verlassen und Menschen kennenzulernen, die sich außerhalb der eigenen Bubble befinden.

Vom 2.-4. Oktober 2020 gab es ein erstes Treffen ‚Raus aus Deiner Bubble‘ auf dem Labenbachhof in Ruhpolding. Die Gruppe bestand aus elf Teilnehmenden zwischen 15-19 Jahren. Sieben jungen Frauen und vier junge Männer. Mehrere Religionen waren vertreten: vier Muslim*innen, ein Zeugen Jehova sowie sechs Christ*innen. Die Teilnehmenden kamen aus Afghanistan, Äthiopien, Bosnien und Herzegowina, Deutschland, Palästina oder hatten familiäre Wurzeln in Kroatien und dem Kosovo. Die Gruppe ist in kürzester Zeit zusammengewachsen. Sie ließen sich darauf ein, mehrere Tage, weg von Zuhause, mit unbekannten Menschen zu verbringen. Sie hatten den Mut, ihre Bubble etwas zu verlassen und neue Menschen kennenzulernen. Ein erneutes Treffen ist geplant, wenn die Corona-Regeln es zulassen.
Sofia Renner

Veränderungen auf dem Labenbachhof
Am 1. Oktober 2020 übernahm André Lägler die Geschäftsführung der Labenbachhof gemeinnützige GmbH. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit, seine Impulse, Erfahrungen und Know-how aus der Wirtschaft, Industrie und Hotelgewerbe. Heute lebt er mit seiner Familie in Ruhpolding.

Das Ziel in der Zukunft für den Labenbachhof ist es, eine konstant hohe Auslastung zu erreichen und in der Erwachsenenbildung neue Partner zu gewinnen. Der Fokus wird im mentalen Bereich sein. Auf dem Labenbachhof soll man zur Ruhe kommen und sich vom Stress und den Gedanken des Alltags befreien.
Soziales Jahr - wir suchen Freiwillige (FSJ und BFD)
Du möchtest Dich gerne sozial engagieren und ein Jahr lang das wunderschöne Chiemgau erleben? Dann bist Du bei uns auf dem Labenbachhof genau richtig. Wir suchen Dich für ein freiwilliges soziales Jahr. In der Zeit kümmerst Du Dich um unser Areal, überprüfst unsere hauseigene Quelle, lieferst Essen zu einer örtlichen Schule und bist mit in der Gästebetreuung tätig. Dabei lernst du die unterschiedlichsten Menschen kennen und manchmal entstehen dabei Freundschaften fürs Leben. Wir freuen uns auf Deine Bewerbung. Zeitpunkt: sobald wie möglich!
Ansprechpartner: André Lägler, andre.laegler@labenbachhof.de

Fort-, Weiterbildungs- und Supervisionsangebote 2021
Unsere Angebote für das Jahr 2021 werden in diesen Tagen vorbereitet. Sie folgen an dieser Stelle im nächsten Newsletter.

Werden Sie Mitglied im Förderverein
Wenn Sie die Arbeit von Wings of Hope regelmäßig fördern möchten, dann treten Sie unserem Förderverein bei. Die Beitrittserklärung finden Sie hier.

Und wenn Sie noch auf der Suche nach einem Geschenk sind: Der Förderverein bietet die Möglichkeit, eine Mitgliedschaft beim Förderverein Wings of Hope zu verschenken. Das entsprechende Formular finden Sie hier. Mehr über unseren Förderverein und seine Aktivitäten finden Sie hier und auf Facebook.
Wings of Hope unterstützen ...
beispielsweise mit Ihrem Online-Einkauf in über 1.600 Online-Shops, ganz ohne Mehrkosten. Wir haben gute Erfahrungen mit gooding gemacht. Es ist einfach zu handhaben. Es braucht keine Registrierung zuvor. Wenn Sie Näheres wissen möchten, beschreibt folgender Beitrag die Idee von gooding. Sie können gern über die Seite von Wings of Hope starten (www.wings-of-hope.de/spenden/?neues-spendenformular-4668/spende), wenn Sie bis nach unten rollen, finden Sie:
Einkauf über "gooding" starten und andere Zugänge.


Am Sonntag feiern wir den ersten Advent. Der Advent ist die Zeit des Wartens und Kräftesammelns. Wie wäre es, wenn Sie in den besinnlichen Tagen des Advents für sich einen Wunschzettel schreiben?

Wir wünschen Ihnen Vertrauen, Gelassenheit, Optimismus,
viel Unterstützung durch Ihre Lieben
Ruhe zum Ankommen
den Mut um Türen zu öffnen
Silber finden, vielleicht auch Gold
Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im Neuen Jahr.
Bleiben Sie behütet.

Und wenn Sie weitere Interessierte kennen, die Sie für das Thema Trauma und Weiterbildungen gewinnen können, leiten Sie diese Nachricht bitte gern weiter. Vielen Dank!
Imke Mentzendorff, Maid Alić, Atran Youkhana
aus der WoH Geschäftsstelle in München
Martina Bock, Regina Miehling und Lucija Lukić Holjan aus den WoH Büros in Nürnberg und in Ruhpolding
Trauma heilen, Frieden stiften, Versöhnung leben.
Wir danken herzlich den Spender*innen und Zuschussgeber*innen,
ohne die unsere Arbeit nicht möglich ist. Weiteres erfahren Sie hier.
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Tel: 089-50808851 | info@wings-of-hope.de | www.wings-of-hope.de

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